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| 01.03.2003 - Pressemitteilung des Schülerbündnisses |
| Geschrieben von: tammo |
| Kategorie: |
Schülerbündnis |
- Schülerbündnis gegen den Krieg -
Pressemitteilung
1. März 2003
In Folge der beiden durch das "Schülerbündnis gegen den Krieg" organisierten Demonstrationen gegen den drohenden Irakkrieg vom 15. und 21. Februar, insbesondere aber des Schülerstreiks vom 21. 2. mit ca. 4.000 Teilnehmern erfährt das Bündnis momentan eine massive Kriminalisierung und Repression.
Konkret wurden nach der Demonstration vom 15. Februar, an der Menschen aus verschiedensten Zusammenhängen teilnahmen, die beiden Anmelder zu einem Gespräch mit mehreren hochrangigen Polizeivertretern gebeten. In einer nach Angaben der betroffenen Schüler verhörähnlichen Situation wurde über eine halbe Stunden lang von der Polizei versucht, vermeintliche Kontakte zu autonomen oder anderen radikalen Gruppen festzustellen.
Nach der Schülerdemonstration vom 21. Februar erklärte Stadtrechtsdirektor Hartmut Frommer, das Schülerbündnis sei von Autonomen dominiert und mißbraucht worden, auch die beiden Anmelder seien der autonomen Szene zuzurechnen. Auch von den Direktoren des Melanchton-Gymnasiums wurde behauptet, das angeblich autonome Schülerbündnis mißbrauche die Schüler Nürnbergs für nicht näher erläuterte eigene Zwecke und trage den Krieg erst in die Schulen.
Das Bündnis verwahrt sich gegen solcherlei Unterstellungen. Es besteht aus Schülern unterschiedlichster Schularten, die sich für den Frieden einsetzen. Schüler, die auch Mitglied anderer Gruppen sein können, sind nicht als Vertreter dieser Gruppen, sondern lediglich als Privatpersonen im Bündnis vertreten. Das Bündnis als solches rechnet sich keiner politischen Richtung zu und fühlt sich allein dem Frieden verpflichtet. Es lehnt jeden Versuch, in eine bestimmte politische Ecke gedrängt zu werden, ab.
Im Anschluß an die Schülerdemonstration vom 21. Februar wurden der Lautsprecherwagen und die Band, die auf der Abschlußkundgebung spielte, von der Polizei durchsucht. Als Grund wurde angegeben, daß angeblich Drogen vom Lautsprecherwagen aus verkauft worden seien. Das Ergebnis der Durchsuchung zeigte, wie konstruiert der Grund für diese Aktion war. Ein weiterer Hinweis darauf, daß es sich lediglich um Schikane durch die Polizei handelte, ist die Tatsache, daß die Durchsuchung erst stattfand, als die komplette Ausrüstung der Band sowie der Demonstrationsleitung endlich in den Wagen verstaut war, obwohl die Polizei durchgehend anwesend war und der angebliche Verkauf schon längere Zeit stattfand. Wir werten dies als einen Versuch, Schüler, die sich für den Frieden engagieren, einzuschüchtern.
Wir hoffen, daß solcherlei Versuche, uns zu kriminalisieren und einzuschüchtern, in Zukunft unterlassen werden.
Schülerbündnis gegen den Krieg
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