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| 25.03.2003 - PE - Randale |
| Geschrieben von: dr.oelf |
| Kategorie: |
Schülerbündnis |
- Schülerbündnis gegen den Krieg -
Pressemitteilung
25. März 2003
Stellungnahme zu Zwischenfällen im Anschluß an die Demonstration vom 22. 3. 2003
Im Anschluß an die Demonstration gegen den Krieg gegen den Irak vom Samstag, 22. 3., kam es im Bereich Königsstraße/Hauptbahnhof und Frauentorgraben zu Zwischenfällen, in deren Verlauf nach Presseberichten bis zu drei Kraftwagen leicht beschädigt sowie in einigen Fällen Hausfriedensbruch begannen wurde. Von verschiedenen Seiten wurde eine Stellungnahme des Schülerbündnisses gegen den Krieg zu diesen Vorfällen erbeten.
Zunächst ist festzuhalten, dass das Schülerbündnis an diesem Tag nicht, wie fälschlich berichtet, Veranstalter der Demonstration war. Dies waren das Friedensforum Nürnberg und das Anti-Kriegs-Bündnis Nürnberg.
Grundsätzlich hat weder das Schülerbündnis als vermeintlicher noch irgendein tatsächlicher Veranstalter Einfluß auf Aktionen, die von Teilnehmern der Demonstration nach dem Ende der Veranstaltung ausgeführt werden, sofern nicht explizit dazu aufgerufen wird. Dies ist im vorliegenden Fall nicht geschehen. Insofern ist hier auch keine Verantwortlichkeit vermeintlicher oder tatsächlicher Veranstalter festzustellen.
Da ein Bündnis per definitionem aus verschiedensten Gruppen und Einzelpersonen besteht und auch das Schülerbündnis gegen den Krieg alles andere als homogen ist und daher unterschiedliche Vorstellungen auch zu Aktionsformen vorhanden sind, sehen wir uns weder in der Lage noch in der Pflicht, eine Stellungnahme zu einer Aktion abzugeben, die mit dem Bündnis nichts zu tun hat.
Im Gegenteil ist das Bündnis verwundert über den Polizeieinsatz im Bereich der Königsstraße, der insbesondere von den Beamten des USK eskaliert wurde und zu einer Zuspitzung der Situation geführt hat, die sich leicht hätte vermeiden lassen. Nach den besonnenen und entgegenkommenden Polizeieinsätzen der Vortage wurde hier offensichtlich bewußt eine Eskalation herbeigeführt, der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit wurde anscheinend außer Acht gelassen.
Da die Vorfälle mit dem Schülerbündnis nicht zu tun hatten, liegt es nicht an uns, eine Distanzierung oder anderweitige Stellungnahme zu den unserer Meinung nach überbewerteten Aktionen abzugeben. Im Gegenteil sind wir erstaunt, wie diszipliniert die großen Demonstrationen der letzten Tage trotz der aufgeheizten Situation verlaufen sind.
Nie wieder Krieg!
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