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01.04.2004 - NN-Bericht 'Protest gegen Bildungsklau'
Geschrieben von: 23
Kategorie: Schülerbündnis

Protest gegen Bildungsklau
Schülerbündnis und Initiativkreis rufen zu Demonstration auf

Nürnberger Schülerbündnis und ein Initiativkreis für ein Nürnberger Sozialforum rufen zur Protestkundgebung gegen Bildungsklau und Sozialraub an diesem Freitag um zehn Uhr vor der Lorenzkirche auf.

Das Schülerbündnis, ein Zusammenschluss von rund 30 Jugendlichen, wendet sich gegen die jetzt beschlossene Einführung des achtjährigen Gymnasiums sowie eine Einschränkung der Lernmittelfreiheit. Die Schüler(innen) befürchten, dass sie künftig jährlich 250 Euro pro Jahr für Büchergeld aufbringen müssen. Außerdem lehnen sie die momentanen Überlegungen zu Studiengebühren zwischen 400 und 600 Euro pro Semester ab.

Wir fordern gute Bildung für alle anstatt der aktuellen Politik zur Elitebildung, merkt Andras Laut vom Schülerbündnis an, Bildung darf nicht käuflich sein. Die Frage, ob die Demonstration während der Unterrichtszeit nicht erneut zu Diskussionen über disziplinarische Maßnahmen führt, sehen die Veranstalter gelassen: Am letzten Schultag vor den Osterferien hätten die meisten Jugendlichen ohnehin nur bis zur vierten Stunde Unterricht.

Auch der jüngst gegründete Initiativkreis für ein Sozialforum, dem neben Globalisierungsgegnern, autonomen, antikapitalistischen Gruppen, Friedensforum sowie einzelne Gewerkschafter angehören, beteiligen sich an dem Protest. Daneben hält der Initiativkreis ab 12.30 Uhr vor Südstadt-Betrieben an der Ecke Franken-/Markgrafenstraße eine Kundgebung gegen Sozialraub, Hartz und Agenda 2010 ab. Ab 13.30 Uhr macht die Gruppe auf das gleiche Motto nochmals vor der Lorenzkirche aufmerksam.

Außerdem lädt der Initiativkreis zu den bundesweiten Protestkundgebungen am Samstag, 3. April, in Stutt- gart und Berlin ein. Fahrtmöglichkeiten nach Stuttgart bestehen am Samstag ab 7.30 Uhr vor dem Südausgang des Hauptbahnhofs. Fahrkarten gibt es beim Gewerkschaftsbund sowie bei Walter Bauer, Buchhandlung Libresso, Tel. (09 11) 22 50 36. hv

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Kommentare
Geschrieben von egal am 01.04.2004 um 20.26 Uhr:
Im Rahmen des europaweiten Aktionstags gegen Bildungs- und Sozialabbau hat heute Donnerstag in Bern (Schweiz) eine Kundgebung stattgefunden. Rund 1200 Schülerinnen, Schüler und Studierende sagten der «Sparwut im Bildungsbereich» den Kampf an.

Der Demonstrationszug führte auf die Grosse Schanze vor der Universität, wo die Schlusskundgebung stattfand. Die Demonstrierenden machten klar, dass sie den «zunehmenden Einfluss der Marktwirtschaft» auf Mittelschulen und Universitäten als Gefahr sehen. Studierende seien Menschen und nicht Humankapital.

Zur Mitbestimmung wurde ausgeführt, dass zwei Sitze im 21-köpfigen Senat der Uni Bern zu wenig, ja eigentlich «ein Hohn» seien. Für wirkliche Mitbestimmung müssten die Studierenden die Hälfte der Sitze belegen. Auf einem Transparent hiess es: «Stoppt das Bildungsmassaker».

Weiter wurde die Abschaffung aller Ausbildungsgebühren gefordert. Zudem lehnen die Demonstrierenden das «Zweiklassenmodell» mit Bachelor und Master bei den Abschlüssen ab. Für die Teilnahme an der bewilligten Kundgebung blieben Schüler und Studierende dem Unterricht fern.

Laut Stadtpolizei lag die Zahl der Demonstrierenden bei 1200; die Organisatoren sprachen von mehreren Tausend.


Quelle: http://www.ebund.ch/artikel_11851.html
 

 

 


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