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| 26.06.2003 - Hamburg: Bunter Protest gegen Bildungsmassaker |
| Geschrieben von: 23 |
| Kategorie: |
Bildungswesen |
In der Hamburger Innenstadt äußerten am Mittwoch Studenten in vielfältiger Weise Protest gegen die Sparpläne des Hamburger Senats im Bildungsbereich.
Studierende der Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik (HWP) stellten ihre von der Abwicklung bedrohte Hochschule den Hamburger Bürgern vor. Von 11 Uhr 30 bis 16 Uhr nahmen Hunderte Hamburger auf dem Gerhart-Hauptmann-Platz an öffentlichen Vorlesungen teil. Weiterbildung, Hochschulleitung, Service Center und AStA waren mit Ständen vertreten. Namhafte Dozentinnen und Dozenten der HWP sprachen zu interessierten Zuhörern über GATS, Beschäftigungspolitik, technischen Fortschritt und Arbeitsproduktivität, Genderforschung, Verwaltungsrecht, Hochschulmarketing, und die HWP als Universität des Zweiten Bildungsweges. Vierzig Prozent der Studienanfänger können an der HWP ohne Abitur studieren, die Hochschule zeichnet sich durch kritische Stimmen gegen den neoliberalen Mainstream aus. Dies dürften die Gründe sein, warum der Rechtssenat die HWP mittels Fusion mit den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg auflösen will.
Von starken Kürzungen und Fusionstod wären auch die Sozialwissenschaften der Universität Hamburg betroffen, dies scheint neben Studienplatzkürzungen einer der Gründe zu sein, warum 30 Studierende vor dem Eingang des Rathauses eine Sitzblockade abhielten. Innerhalb von Minuten wurden sie von einem offensichtlich vorinformierten Polizeiaufgebot brutal weggeräumt. Nach Platzverweisen für die Bannmeile wurden sie in der Innenstadt weiter von Polizei behelligt, bei der HWP-Vorlesung konnten sie schließlich Schutz suchen.
Bericht von indymedia
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