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21.03.2004 - Fürth: Infostand zur 10€-Kampagne: 'Spenden für den irakischen Widerstand!'
Geschrieben von: red action
Kategorie: Krieg

Zum 20. März, dem internationalen Aktionstag gegen Krieg und Besatzung, gingen die red action nürnberg (ran) und die Sozialistische Deutsche Arbeiterjungend (SDAJ) Fürth mit einem Infostand in der Fürther Innenstadt an die Öffentlichkeit. Im Rahmen der von zahlreichen Organisationen und Einzelpersonen getragenen Kampagne "Spendet 10 Euro für den iraksichen Widerstand" warben die beiden Gruppen für die Solidarisierung mit dem andauernden Freiheitskampf in dem unter US-Führung besetzten Land.

Die von den Aggressoren damals angeführten Vorwände, den Krieg wegen Massenvernichtungswaffen und Terrorismusgefahr führen zu wollen, sind heute durchweg als Lügen entlarvt. Parallel dazu läuft der Ausverkauf des Landes an mulitnationale Konzerne auf Hochtouren. Dennoch sind die Millionen Menschen, die Anfang letzten Jahres weltweit auf den Straßen gegen den Überfall auf den Irak protestierten, heute offenbar verschwunden. "Gerade deswegen wollen wir, dass das Thema Irakkrieg nicht in Vergessenheit gerät", betonen die Aktivisten von red action und SDAJ. "Heute sind die Leute im Irak weit entfernt von einer demokratischen Entwicklung, stattdessen werden sie täglich unter den Augen der Weltöffentlichkeit mit der rigorosen und menschenverachtenden Unterdrückung durch die USA und ihre Verbündeten konfrontiert", so ein Mitglied der SDAJ weiter.
Der Infostand in der Fürther Innenstadt (Schwabacher Straße vor der Deutschen Bank) war schließlich den ganzen Vormittag über stark frequentiert. Viele Passanten machten ihrer Empörung über die verbrecherische Besatzungspolitik im Irak und die vorangegangene Invasion, die mehrere zehntausend Menschen das Leben kostete, Luft und zeigten Interesse an der Spendenkampagne. Etliche Flyer, Plakate und Broschüren gingen trotz des regnerischen Wetters an die vorbeikommenden Leute. Über die breite Zustimmung waren die AktivistInnen der red action, die den Aufruf "Spendet 10 Euro für den iraksichen Widerstand!" von Anfang an unterstützten, sichtlich erfreut. Den Text, den Ihr unter http://www.antiimperialista.org findet, entwarfen die Teilnehmer des Antiimperialistischen Sommerlagers 2003. Die Kampagne bietet all denen, die in den Tagen um den 20. März 2003 gegen den Irakkrieg auf der Straße waren, die Möglichkeit, ihrem Protest Kontinuität zu verleihen. Zeigt den Eroberern von gestern und Besatzern von heute, dass ihr ihren Krieg nach wie vor verurteilt!

Es lebe der irakische Widerstand!
Es lebe die internationale Solidarität!
Dieser Artikel wurde 3075 mal gelesen.
   
 
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Kommentare
Geschrieben von Frank am 21.03.2004 um 15.07 Uhr:
Was mich mal interessieren wuerde und sicher auch ein Indiz fuer den Erfolg des Infostands (abgesehen von der so beschriebenen eher allgemeinen Zustimmung der Passanten)waere: Wieviel wurde denn praktisch gespendet? Oder wurde nicht direkt Geld eingenommen, sondern nur auf die Moeglichkeit der Ueberweisung verwiesen?
 

Geschrieben von stepke am 21.03.2004 um 20.49 Uhr:
mal ne frage:
welcher gruppe kommt euerer meinung denn bitte die 10 eus zugute?????
bedenken habe ich dabei, da manche gruppen eindeutig nicht unterstützenswert sind, subjektive meinung!!
 

Geschrieben von Victor am 21.03.2004 um 21.02 Uhr:
Hey,
ich will ja net motzen oder so aber für mich kommt diese Kampagne so rüber als würden die Anschläge von Terroristen im Irak gutgehießen.
Bei jedem dieser feigen Anschläge kommen nicht nur Besatzer ums Leben sondern auch Iraker.
Es sind in diesem Krieg schon so viele Menschen getötet worden es müssen nicht noch mehr werden.
Die 10€ sollte man lieber dem Roten Kreuz oder anderen Hilfsorganisationen spenden... die sich dort für die leidende Zivilbevölkerung einsetzten.
Ich war und bin in keinster weise für diesen Krieg. Ich habe selbst am Schulstreik (Heute ist der Jahrestag 21.3. !!!!) und an verschiedenen anderen Demos in Nürnberg teilgenommen.
--WAR IS NOT THE ANSWER--
Victor
 

Geschrieben von schueler am 21.03.2004 um 21.44 Uhr:
da ich den eindruck habe, dass diese kampagne dem schülerbündnis zugeschrieben wird, möchte ich mal darauf hinweisen, dass diese NICHT vom schuelerbuendnis getragen wird! hier kann jeder der sich anmelden will und anmeldet seine "news" eintragen!
 

Geschrieben von Soraja am 21.03.2004 um 23.23 Uhr:
Endlich mal Leute, die ihre Solidarität praktisch werden lassen, statt immer nur vor dem PC herumzumeckern!

Nie weider Faschismus, nie wieder Krieg!
 

Geschrieben von Victor am 22.03.2004 um 15.44 Uhr:
Solidarität hat nichts mit dem Spenden von Geld für menschenverachtende und feige Terrorannschläge zu tun.

--Don't give up the fight--
 

Geschrieben von Joshele am 22.03.2004 um 23.22 Uhr:
Stimmt - deshalb sollten wir aufhören McDonalds, CocaCola&Co unser Geld in den Rachen zu werfen und die Unterstützer der Kampagne "Waffen für Israel" als das behandeln was sie sind - Helfershelfer beim rassistischen Massenmord!
 

Geschrieben von Fürtherin am 23.03.2004 um 10.59 Uhr:
Hallo Ihr!
Hab Euren Stand am Samstag gesehen. Ich finds toll, daß es auch hier noch linke Gruppen gibt, die das Thema Irakkrieg nicht vergessen haben. Dickes Lob für Red Action und SDAJ! Macht weiter so!!!
 

Geschrieben von --- am 24.04.2004 um 16.52 Uhr:
Nix gelernt.

Sammelt halt weiter Geld für die Feinde der irakischen Freiheit. Kommt euch furchtbar links dabei vor. Eueren Platz habt ihr euch selbst ausgesucht. Fahrt zur Hölle.

Solidarität mit dem befreiten Irak!
Solidarität mit den demokratischen Bewegungen in Syrien und dem Iran!
Solidarität mit Israel!
 

Geschrieben von _-_ am 03.05.2004 um 07.20 Uhr:
Antideutsche sind faschisten, bauen selber ihre kisten!
 

Geschrieben von Klara am 10.05.2004 um 20.23 Uhr:
Sicherlich gibt es hier keinen der diesen Krieg, so wie er sich dem breiten Publikum darstellt tolerieren kann.

Wer Krieg, Terror und Folter, als Ausdruck, Fassade des dahinterliegende Wesens begreift,

der wird die Bilder der Folteropfer, der Toten und Krüppel des Krieges und der Opfer der Terroranschläge von New York und Madrid als Ausdruck eines tiefer liegenden verborgenen, aber erkennbaren Wesen des Konfliktes begreifen.

Als Mensch verabscheue ich Gewalttaten, egal ob ich Iraker, Palestinenser, Israeli, US-Amerikaner oder Europäer bin.

Keiner ist als Gewaltäter geboren und die wenigsten von uns werden jemals auch nur gewaltätig fühlen oder denken und das ist gut so.

Wodurch aber entstehen die Kriege, was sind die Ursachen der Gewalt?

Sind es Gier? Macht? Überlegenheitsphantasien?

Oder ist es simpel die Triebkräfte, die in friedlichen Zeiten als Triebkräfte der Wirtschaft und des globalen Handels wirken?

Den Krieg im Irak zu stoppen, wer will das nicht?

Ein Anfang wäre gemacht, wenn Europa und Deutschland keine Militärbasen und Infrastruktur für diesen Krieg zur Verfügung stellt.

Wenn hier keiner sein Geld für die US Rüstung bzw. für die US Army und Geheimdienste hergibt.

Ihr sagt das täte keiner? - Wißt ihr wieviel Geld jeden Monat aus europäischen Taschen in den Krieg bzw. für die Politik mit der dieser Krieg gemacht wird fließt? - Mit Millionen Dollar könnt ihr da rechnen - aber nicht für humanitäre oder zivile Zwecke!


Direkt nach den Terroranschlägen in New York gab es in den USA eine öffendlich geführte Diskussion die Folter als Mittel zum -guten- Zweck nicht auschließen wollte:

http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/11115/1.html

Gab es denn nicht die vom CIA in Chile gesteuerte Konterrevolution gegen den demokratisch gewählten Salvador Alliende?
Gab es nicht die Massenverhaftungen und Internierungslager in der Hauptstadt Chiles und auf den Militärgefängnissen vor der Küste?
Wurden die Verhöre nicht von US CIA Verhörspezialisten begleitet?

Hat sich CIA und US Militär nicht einen Namen gemacht in Verfolgungs- und Verhörpraktiken im Hinterhof der USA?

Wer gesucht hätte dem wäre der Name der

Militärschule Escuela de las Americas

zu Ohren gekommen die in LATEINAMERIKA Verhörspezialisten mit US Geldern ausbildet.

(Washington/Montevideo, 5. September 1997, comcosur-Poonal).- Das
nordamerikanische Repräsentantenhaus hat die Gelder für die
Weiterführung der Militärakademie Escuela de las Americas
bewilligt. Die Einrichtung entstand 1946 in der von den USA
kontrollierten Panama-Kanalzone. 60.000 Militärs auf Lateinamerika
und der Karibik erhielten in den Folgejahrzehnten dort eine
Ausbildung - unter anderem in Folterpraktiken. Zahlreiche spätere
lateinamerikanische Diktatoren absolvierten Kurse an der Escuela
de las Americas. Die Abstimmung im US-Kongreß fiel mit 217 zu 210
Stimmen für den Fortbestand und die unbeschnittene Finanzierung
der Militäreinrichtung knapp aus. Die GegnerInnen des Projektes
monierten, daß die Akademie nach wie vor eine technische
Ausbildung für die Unterdrückung der Bevölkerung durch die
Militärs liefere.

Chile, Argentinien, Mittelamerika die Folterknechte die die Menschen dort quälten wurden von den USA Geheimdiensten und Militär ausgebildet und finanziert.

http://www.npla.de/poonal/p306.htm

Chile was, wie und warum eine Darstellung des Deutschland Radios Berlin:

http://www.dradio.de/dlr/sendungen/kalender/126454/

Handbuch Verhörmethoden der Escuela de las Americas

http://www.nuncamas.org/investig/ameint/ameint11.htm
(spanisch)

Formen der Repression während der Militärdiktatur in Argentinien (englisch)

http://www.nuncamas.org/english/lib...evagain_004.htm

http://www.aljazeerah.info/

http://www.rwor.org

http://www.workers.org

 

Geschrieben von Zheng He am 02.08.2006 um 01.26 Uhr:
Ahhhhh tut das gut!!!! gesunde MENSCHEN
 

 

 


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