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| 02.03.2004 - Fotos u.kurtzer Bericht von der Großdemo am Sonntag in Caracas |
| Geschrieben von: 23 |
| Kategorie: |
International |
Am vergangenen Sonntag demonstrierten hunderttausende Menschen in Venezuelas Hauptstadt Caracas gegen die Einmischung des US-Imperialismus in die inneren Angelegenheiten des Landes. Zugleich richtete sich die Demonstration gegen die Gewalttaten der faschistischen Opposition, die besonders seit dem vergangenen Freitag versucht, durch Straßenschlachten eine Intervention der USA "zur Wiederherstellung des Friedens" zu provozieren.
Mit seit Tagen anhaltenden Krawallen vor allem im Nobelviertel Altamira im Osten von Caracas versucht die venezolanische Opposition, im Ausland den Eindruck einer bürgerkriegsähnlichen Situation zu schaffen. Dabei soll nach dem Muster Haitis eine Intervention der USA provoziert werden, um somit den Präsidenten Chávez stürzen zu können.
Hintergrund der Krawalle ist das vermutliche Scheitern des oppositionellen Referendums gegen Präsident Chávez. Auch wenn die oberste Wahlbehörde noch immer keine vorläufigen Ergebnisse bekannt gegeben hat, so wird doch allgemein damit gerechnet, daß deutlich weniger als die für ein Referendum gegen Chávez benötigten 2,4 Millionen Unterschriften vom CNE anerkannt werden.
Hunderttausende Unterschriften werden wohl als "zweifelhaft" deklariert und müssen in der zweiten Märzhälfte wiederholt werden. Das betrifft vor allem die Unterschriftenlisten, die mit auffällig identischer Handschrift ausgefüllt wurden.
Die Opposition will es darauf nicht ankommen lassen. Deshalb entfesselt sie derzeit eine regelrechte Terrorkampagne, deren Opfer vor allem Anhänger der Regierung werden.
Hauptschauplatz der Straßenschlachten ist das noble Stadtviertel Altamira, wo sich die Oppositionellen konzentrieren. Die rechten Demonstranten greifen immer wieder Polizisten und Journalisten an. Ein Reporter von Radio Nacional de Venezuela wurde durch Schüsse verletzt.
In Caracas wurde heute ein in der Regierungspartei MVR aktiver Arbeiter bestattet, der am vergangenen Samstag durch Schüsse ermordet wurde. Vizepräsident José Vicente Rangel nahm an der Zeremonie teil.
Im von der Opposition regierten Bundesstaat Carabobo griff die regionale Polizeitruppe den Sitz der MVR an. Damit setzt sich die Reihe von Überfällen uniformierter oder ziviler Terroristen auf die revolutionären Organisationen fort. In Caracas wurden bereits Gebäude der MVR, der PPT, des Comando Ayacucho und anderer linker Organisationen Ziel von Überfällen, Plünderungen und Brandstiftungen.
Im bolivarianischen Nachrichtendienst Aporrea.org wurde mitgeteilt, daß Gruppen der Opposition versuchen, Einrichtungen des staatlichen Erdölkonzerns PdVSA in Brand zu setzen.
Die Antwort auf diese Provokationen gab die revolutionäre Bewegung am vergangenen Sonntag, als Hunderttausende von Menschen in Caracas gegen den Imperialismus demonstrierten. Aktivisten drohten zugleich aber, selbst gegen die Putschisten vorzugehen, wenn es den Sicherheitskräften nicht gelänge, die Unruhen zu beenden.
Am Montag fanden in vielen Städten Nord- und Südamerikas sowie Europas Solidaritätsaktionen mit dem bolivarianischen Venezuela statt. Auch für Berlin hatten das Aktionsbündnis Venezuela und andere Gruppen zu einer Aktion mobilisiert.
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