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| 03.11.2007 - Antifaschistische Demonstration in Fürth |
| Geschrieben von: anonymous |
| Kategorie: |
Faschismus und Rassismus |
"Nazitreffpunkte dichtmachen!- Kein Raum für Nazis in Fürth und anderswo!" lautete das Motto der antifaschistischen Demonstration am Samstag den 3.11.2007 an der sich trotz mehrerer anderer antifaschistischen Demonstrationen in Bayern und des eher schlechten Wetters zeitweise bis zu 350 Personen beteiligten.
Die Demonstration fand im Rahmen einer Kampagne der Antifaschistischen Linke Fürth und dem Antifaschistischen Aktionsbündnis Nürnberg statt, welche schon seit mehreren Monaten gegen die Fürther Nazistrukturen vorgeht und die Bevölkerung über die rechte Szene informiert.
So ist das Motto der Kampagne tatsächlich Programm, was die zahlreichen Erfolge in letzter Zeit beweisen. Neben Kundgebungen, Infotischen und Informationsabenden wurden mehrere Flugblätter und Briefe an die AnwohnerInnen verteilt in denen sie über die rechtsextremen Umtriebe in ihrer Nachbarschaft aufgeklärt wurden. Nicht nur dass sich immer mehr AnwohnerInnen offen gegen Nazitreffpunkte aussprechen sondern auch dass die Kneipe „Grüner Automat“ in der sich lange Zeit mehrere Nazis zum regelmäßigen Stammtisch trafen inzwischen keine Rechtsradikalen mehr bewirtet zeugt von einer gelungenen Kampagne. Da dies für das Weiterbestehen der Kneipe wohl das Beste gewesen ist zeigen vor allem zwei Beispiele der letzten Zeit. So mussten schon aufgrund antifaschistischer Arbeit und der Uneinsichtigkeit der Wirte nicht nur der im Nürnberger Stadtteil Zerzabelshof ansässige „Reichswald“ sondern auch die bekannte Nazikneipe „Deutscher Adler“ in Fürth geschlossen werden.
Unter Anderem wurde in den Redebeiträgen auch der bevorstehende Kommunalwahlkampf erwähnt bei dem sich die NPD wohl indirekt über eine ihrer Tarnorganisationen wie der „Bürgerinitiative Ausländerstopp“ beteiligen wird. Die BIA schaffte es bei den letzten Kommunalwahlen am 3.3.2002 mit 2,3 Prozent der Stimmen ihren damaligen Spitzenkandidat und NPD-Funktionär Ralf Ollert in den Nürnberger Stadtrat zu bringen.
Insgesamt verlief die Demonstration recht lautstark und friedlich obwohl die meist eher zurückhaltende Polizei am Rande von Zwischenkundgebungen unnötige Personenkontrollen durchführte.
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